Die Grüne Jugend Paderborn boomt!

 

Nachdem die Grüne Jugend Paderborn im letzten Jahr vor allem mit dem Problem eines anstehenden Generationswechsels zu kämpfen hatte, blickt sie nun gestärkt mit vielen neuen engagierten Mitgliedern nach vorn.

 

Am letzten Wochenende fand in Dortmund die Jahresmitgliederversammlung der Grünen Jugend NRW statt. Die Paderborner Grüne Jugend reiste mit einer Auswahl von sieben Mitgliedern nach Dortmund. Neben der Wahl des achtköpfigen Vorstandes, der größtenteils wiedergewählt wurde, stand der Leitantrag zum Thema Bildung im Vordergrund. In einer sehr langen und aufregenden Debatte wurde der Leitantrag nochmals modifiziert und abgestimmt. Die knapp 200 Beteiligten lieferten sich dabei teilweise heftige Diskussionen. Obwohl die GJ Paderborn ihren Änderungsantrag hin zu einem Model einer  Gesamtschule mit drei Anforderungsstufen pro Fach nicht durchsetzen konnte, war sie zum Schluss mit dem Ergebnis einer sozialen und zukunftsorientierten Bildungspolitik zufrieden.

 

 Da die Situation an der Paderborner Universität seit Beginn des neuen Wintersemesters problematisch ist und keine Lösungsansätze zu erkennen sind, fand die Jahresmitgliederversammlung (JMV) gerade im richtigem Moment statt. Es wurde über vergleichbare Situationen berichtet und innovative Möglichkeiten aufgezeigt. Auch in anderen Städten sind die Universitäten überfüllt, die Mensa überlastet und die Mitbestimmung der Studierenden eingeschränkt.  Dies zu ändern ist ein erklärtes Ziel der GJ-NRW, aber auch der Grünen Jugend Paderborn. Es müssen anderweitige Angebote für Schulabgänger formuliert werden. Und die Situation wird im Jahre 2012/13 noch einmal verschärft, da dank der schwarz-gelben Landesregierung zwei Jahrgänge auf einmal auf den Arbeits- und Schulmarkt entlassen werden.

Der Leistungsdruck, dem die Schüler und Studenten in diesem Bundesland ausgesetzt sind, hat sich seit Jahren immer mehr zugespitzt.  Angefangen beim Turboabitur, 10er Abschlussprüfungen, keine Zukunftsperspektive ohne Abitur, bis hin zu überfüllten Hörsälen, keine Mitsprache bei der Gestaltung des Studiums oder Studiengebühren, sind dies nur einige Beispiele, die zu dieser  verfahrenen Situation geführt haben. Als GJ NRW sprechen wir uns daher geschlossen für mehr Demokratie an den Schulen und Hochschulen im Land, gegen Bildungsgebühren aller Art und für die Absenkung des Leistungsdrucks auf ein annehmbares Niveau aus. Es gilt Perspektivlosigkeit, frühes Selektieren, das Turboabitur und Diskriminierungen zu überwinden und eine neue Bildung der individuellen Förderung sowohl bei Unterrichtsinhalten als auch in der sozialen Entwicklung der Lernenden anzustreben.

 

Diese Fahrt war für viele von uns der erste Besuch auf Landesebene, nichtsdestotrotz haben wir uns sehr gut in  die Debatte einbringen können, haben neue Basisgruppen kennen gelernt und somit für eine Vernetzung außerhalb von Paderborn und außerhalb von OWL gesorgt. Politik muss aktiv mitgestaltet werden, gerade auch von jungen Menschen und das auf frische und innovative Art. Immerhin muss die junge Generation die Konsequenzen der aktuellen Politik am längsten tragen.  Dass diese Meinung viele teilen, zeigt allein schon der Zuwachs von politisch interessierten, idealistisch- und alternativ denkenden jungen Menschen nicht nur auf Landesebene, sondern auch vor Ort in Paderborn. Wir sind grün, jung und stachelig und müssen uns auf gar keinen Fall verstecken.

 

GJ Paderborn


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